Archiv für den Monat: Februar 2016

Kälber, Kuh-Mobil und Fahrsimulator – die Landwirte auf dem Frühjahrsmarkt

Kuh-Mobil-Logo
 Vor zwei Jahren begeisterten die Landwirte des Ortsverbands Emsdetten die Besucher des Frühjahrsmarktes mit kleinen süßen Ferkeln im „Schweine-Mobil“ und erklärten die moderne Landwirtschaft. In diesem Jahr präsentieren die Landwirte nun das Kuh-Mobil und kleine und große Besucher dürfen sich auf Kälber und den Fahrsimulator freuen.
Kuhaugen sind etwas ganz besonderes, und wenn diese Kuhaugen dann noch zu erst wenige Tage alten Kälbern gehören, da dürfte nicht nur jedes Kinderherz höher schlagen. “Die Möglichkeit, nicht nur in diese Augen zu schauen, sondern die Tiere auch mal zu streicheln, bietet der Landwirtschaftliche Ortsverband Emsdetten vom 11. bis 13. März auf dem Emsdettener Frühjahrsmarkt.”, so Heiner Stegemann, 1. Vorsitzender des Ortsverbandes. Aber nicht nur mit diesen pussierlichen kleinen Wiederkäuern wollen die Emsdettener Landwirte auf sich aufmerksam machen: auf der Mühlenstraße wird das sogenannte “Kuh-Mobil” aufgestellt und das hat es wahrlich in sich. Während sich die Kleinen mit den Kälbern beschäftigen, auf einem maßstabsgetreu nachgebildeten Bauernhof verlustigen oder mit einem Fahrsimulator einen Acker umpflügen, können sich die Eltern bei der fachkundigen Standbesetzung ganz gezielt informieren. “Wie kommt eigentlich die Milch in den Supermarkt?”, “Stimmt es, dass eine Verordnung ein Spielzeug pro zwölf Schweine vorschreibt, welches auch noch eine vorgeschriebene Beschaffenheit haben muss?” Dinge, die der Endverbraucher nicht wissen kann und auch nicht wissen muss, aber die zum täglichen Handeln eines Viehwirtes gehören.
Natürlich bietet der Landwirtschaftliche Ortsverband auf der größten Wirtschaftsmesse im Münsterland auch was für echte Männer: Hier kann für den nächsten Winterbedarf Holz nicht gehackt sondern gesägt werden und wessen Klotz dann am Ende genau ein Kilogramm wiegt oder dieser Marke am nächsten kommt, der kann sich über eine Fuhre trockengelagertes Herdfeuerholz freuen.
Um nochmal auf die namenlosen Kälber zurück zu kommen, der Zustand soll natürlich nicht so bleiben, – das Team um Heiner Stegemann wird von Freitag bis Sonntag Vorschläge sammeln und kurz bevor am Sonntag gegen 18 Uhr “die Tore schließen”, die Eingänge auswerten und die beiden Kälbchen taufen.

Weitere Informationen zum Kuh-Mobil: http://www.moderne-landwirtschaft.de/kuh-mobil.html

Die Highlights der Landwirte auf der Mühlenstraße:

  • Kuh-Mobil mit Kälbern zum Anfassen
  • Fahrsimulator
  • Holz-Säge-Wettbewerb
  • Namens-Wettbewerb für die Kälber; Namensgebung Sonntag ab 17 Uhr

So kommt die Blumenpracht in die Innenstadt

primula acoulis - Primeln Über 2.000 “primula acoulis” werden beim Emsdettener Frühjahrsmarkt die Straßen und Hallen der Innenstadt schmücken. Die deutsche Übersetzung dieses lateinischen Fachbegriffes: Primeln. Dazu kommen noch einige hundert Narzissen und die zahlreichen Blumenampeln in den Einkaufsstraßen. Aber wie kommen die bunten Frühlingsboten eigentlich zur größten Verbrauchermesse im Münsterland?

Piet de DeckerDie Blumen gehören mittlerweile einfach zum Frühjahrsmarkt dazu. Und da eine solche Menge für ein einziges Wochenende doch schon recht viel ist, setzen die Veranstalter der Messe auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Um an diese Blütenpracht in allen erdenklichen Farben zu kommen, die, würden sie auf einer Fläche ausgebreitet, über 100 qm füllen, steht Piet de Decker bereits nachts um zwei Uhr auf und macht sich schon kurze Zeit später mit seinem LKW auf den Weg.

Ab fünf in der Früh können im Großmarkt die am jeweiligen Tag zur Auktion bereit stehenden Blumen gesichtet werden, pünktlich um sechs wird dann versteigert. Allerdings nicht, wie herkömmlich mit Zuteilung beim dritten Hammerschlag, auch hier geht mittlerweile alles digital, computergesteuert. Zusammen mit 500 Mitbewerbern sitzt de Decker auf einer Tribüne. Im Vorfeld hat sich jeder beim Gang durch die Hallen und im Abgleich mit der eigenen Bedarfsliste Notizen gemacht, welche Positionen den Weg auf den eigenen LKW finden sollen.

Auf Förderbändern läuft dann die Ware an den Bietern vorbei, gleichzeitig läuft die “Preisuhr” rückwärts. Die Blumenhändler setzen plötzlich ihr Pokerface auf, gilt es doch mittels elekronischem Signal nicht zu früh zu bieten, weil dann zu teuer eingekauft würde, aber auch nicht zu spät, weil man ja dann das Nachsehen hat. Die Abnahmemenge spielt natürlich auch eine Rolle, „da gehen dann auch schon mal 30.000 oder mehr Tulpen auf einmal über die Rampe“ erzählt Piet de Decker. Für den Frühjahrsmarkt sind es aber eben “nur” die wenigen Tausend primula acoulis, die dann pünktlich zur Eröffnung am Freitagnachmittag (11. März) in der Innenstadt an den Handel und die Aussteller zur Dekoration verteilt werden.